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Leserbrief an die AZ zum Artikel „Kanton soll Juden unter die Arme greifen“ (az 13. März 2019, Sarah Kunz)

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Der kluge Mann (die kluge Frau) baut vor(Wilhelm Tell, Friedrich Schiller)

 

Die Initiative von Grossrätin und CVP-Präsidentin Marianne Binder ist zu begrüssen. Wir leben in einer Epoche von grenzüberschreitendem Terrorismus und neuen Formen von Rassismus. Die Frage muss deshalb gestellt werden, ob wir heute und morgen für gewalttätige Übergriffe gewappnet sind und wie wir unsere Minoritäten und deren Institutionen schützen.Nun ist es nicht so, dass der Kanton Aargau nichts tut, wenn es um den Schutz von Minoritäten – insbesondere der jüdischen Minderheit – geht. Die hiesigen Sicherheitsorgane sind durchaus auf der Hut und bieten auch Schutz. Auch im Surbtal, der „Rütli der Schweizer Juden“, wo Juden und Christen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart zusammenlebten; nur: man hängt die Vorkehrungen nicht an die grosse Glocke. -  Die fortwährende Erinnerung an einen wichtigen Teil der Aargauer Geschichte und der Geschichte der Juden gehört heute zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz. Der Blick zurück ist immer auch ein Blick nach vorne. Seit 10 Jahren lockt der „Jüdische Kulturweg Endingen-Lengnau“ mit seinen authentischen Schauplätzen Tausende von Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland in den Aargau. Zurzeit entsteht mit finanzieller Unterstützung des Kantons ein monumentales Buchprojekt „Jüdischer Kulturraum Aargau“.Das im Aufbau befindliche Projekt „Doppeltür“ ist ein weiterer Schritt, Wissenslücken zu schliessen, Gegenwartsfragen reflektieren. Der Kanton Aargau unterstützt auch dieses Projekt. Das Interesse an der Thematik ist steigend, denn die Frage, wie wir heute und morgen mit Menschen aus anderen Kulturen und Religionen zusammenleben wollen, ist eine der zentralen Fragen auch in unserem Land, das zurecht stolz sein kann auf seine vier eigenen Kulturen und seine reiche politische, kulturelle, wirtschaftliche Erfahrung im Umgang mit dem „Fremden“. – Die Sicherung solcher Einrichtungen durch den Staat müsste somit eine Selbstverständlichkeit sein, denn hier geht es nicht um die Unterstützung jüdischer Einrichtungen allein, sondern um die Sicherung des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen in unserem Land.  «Wenn es den Anderen gut geht, geht es uns auch gut. Das ist die wahre Schweizer Zauberformel», erklärte kürzlich Bundesrat Alain Berset im Zusammenhang mit der Sicherheitsfrage: «Es gehört zu den ureigensten Aufgaben von Bund und Kantonen, ihre Bürgerinnen und Bürger vor Angriffen auf Leib und Leben zu schützen.»

Roy Oppenheim

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